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Wir freuen uns, Sie als Besucher auf den Seiten des Bestattungshauses Bielfeldt GmbH begrüßen zu dürfen.
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Sie sind bei uns richtig, wenn Sie in Ihrer Trauer um den Verlust eines Menschen Unterstützung benötigen, die Organisation der Beerdigung in kompetente Hände geben wollen, persönliche Beratung brauchen oder für sich selbst eine individuelle Vorsorge treffen möchten.

Wir sehen unsere Aufgabe als Bestatter und Trauerberater darin, den Verstorbenen ein respektvolles letztes Geleit zu geben. Dabei berücksichtigen wir die jeweiligen individuellen Vorstellungen und Wünsche der Verstorbenen und Hinterbliebenen.

Individuelle Bestattungen sind uns wichtig. Denn jeder sollte seinen Abschied von dieser Welt so persönlich begehen, wie es seinem Charakter im Leben entspricht.

Ihre Fragen beantworten wir gerne in einem persönlichen Gespräch – bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Ihr R. Stolte und Mitarbeiter

Neuigkeiten

14.11.2017

Auch mal Ballast abwerfen – äußerlich & innerlich

Foto: By W.carter - Own work, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62264805
Bauchgedanken - Marius Hanke

Spätestens bei einem Umzug wird uns meist bewusst, wie viel "Kram" sich eigentlich in den letzten Jahren angesammelt hat. Einen Teil davon können wir sicherlich rechtzeitig aussortieren, vermutlich wird aber einiges wieder im Keller oder auf dem Dachboden verschwinden – bis wir dann das nächste Mal umziehen und der ganze Spaß von vorne beginnt. Es ist vertrackt: Etwas endgültig wegzugeben, fällt uns häufig schwer. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir es wirklich brauchen. Und so schleppen wir immer mehr mit uns herum als eigentlich nötig wäre.

Dabei kann es sehr erleichternd sein, sich von Dingen zu trennen. Wie beim Heißluftballon, der mit dem Abwerfen der Sandsäcke höhersteigen kann. Wenn wir keine Verwendung mehr für etwas haben, belastet es uns bloß. Indem es unnötig Raum einnimmt oder wir es gar von A nach B räumen müssen, damit es uns nicht im Weg steht. Deshalb ist es sinnvoll, von Zeit zu Zeit eine kleine Entschlackungskur vorzunehmen und generell gut zu überlegen, was wir eigentlich dauerhaft behalten wollen. Kleiner Tipp dazu: Machen Sie ein Foto von jenen Gegenständen, mit denen Sie besondere Erinnerungen verbinden. Manchmal reicht das schon aus, um die Vergangenheit zu ankern, und sie haben anschließend mehr Platz im Schrank oder anderswo.

Das Prinzip des Ballastabwerfens gilt übrigens nicht nur für Gegenständliches, sondern auch für Gedanken und Gefühle. Wenn wir zig verschiedene Ideen mit uns herumtragen oder immer wieder an unbeendete Projekte denken müssen, blockieren wir uns schnell selbst – denn die Zeit reicht einfach nicht, um alles umzusetzen. Also lohnt es sich, hier ebenfalls auszusortieren und einen Großteil unserer Vorhaben zumindest zeitweise ad acta zu legen. So können wir uns voll und ganz auf das fokussieren, was aktuell wichtig ist. Und verspüren schneller wieder das motivierende Gefühl, wirklich voranzukommen.

Nehmen Sie sich doch einfach mal die Zeit, um Wichtiges von Unwichtigem zu trennen – äußerlich wie innerlich. Schließlich schadet es ja nicht, es zumindest einmal auszuprobieren.

18.09.2017

Wie viel darf die Angst bestimmen – und wie viel wir selbst?

Bild: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons / "Haltern am See, Stausee, Anleger -- 2016 -- 2859" / CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Es sind aufwühlende Zeiten. Die Flüchtlingskrise hat in der jüngsten Vergangenheit stark polarisiert und uns vor so manche Herausforderung gestellt – auch und gerade in menschlicher Hinsicht. Parallel dazu hat die Angst vor Terroranschlägen massiv zugenommen. Plötzlich geschieht es nicht mehr nur weit weg, sondern ganz in unserer Nähe. Erst kürzlich war die Rede davon, dass im nächsten Schritt Schnellzüge zum Entgleisen gebracht werden sollen. Und sicherlich wird es sich so mancher nun zweimal überlegen, ob er eine Fahrt bucht oder nicht doch lieber ins Auto steigt. Dabei ist es wie mit dem Fliegen: Rein statistisch gesehen, ist die Gefahr viel geringer, bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen als bei einem Autounfall.

Ein gewisses Risiko ist natürlich in beiden Fällen vorhanden – aber keines, dem wir mit Angst begegnen sollten. Denn wenn wir uns von unserer Furcht leiten lassen, hat das fatale Auswirkungen auf unsere Lebensqualität. Was machen wir denn, wenn wir jetzt auch noch Angst bekommen, ins Auto zu steigen? Und wo lauert denn noch überall Gefahr? Wenn wir ganz sicher sein wollen, dürften wir das Haus nicht mehr verlassen. Und selbst da sind die Risikofaktoren einfach nicht auszumerzen.

Es ist leicht, Angst zu haben. Doch war sie noch nie ein guter Ratgeber – vielmehr bringt sie uns häufig dazu, entgegen unserem Wissen und unserem Bauchgefühl zu handeln. Deswegen ist es wichtig, ihr nicht zu viel Raum zuzugestehen und stattdessen zu akzeptieren, dass es eine völlige Sicherheit niemals geben kann. Denn so können wir wieder bedacht an Entscheidungen herangehen und uns auf das fokussieren, was wir wirklich in der Hand haben: Was für ein Mensch wir sein wollen und wie wir dem Leben begegnen möchten. Und wenn wir etwas für mehr Sicherheit tun wollen, dann dürfen wir das natürlich – aber bitte wohlüberlegt, sodass wir uns danach wirklich besser fühlen. Und nicht bloß noch mehr Angst haben.

09.08.2017

Den letzten Willen umsetzen – auf Nummer sicher gehen.

Bild: Von Diego Delso, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37344897

Nicht immer wird der letzte Wille so umgesetzt, wie gedacht. Die Gründe dafür sind vielfältig, ein nicht auffindbares Testament ist einer davon.
Wo Menschen ihr Testament aufbewahren, bleibt jedem selbst überlassen, es gibt hierfür keine Vorgaben. Wer aber möchte, dass sein letzter Wille neutral aufbewahrt und auch gefunden wird, kann ihn bei Gericht hinterlegen und registrieren lassen.

Die sogenannte Bundesnotarkammer pflegt per staatlichem Auftrag seit 2012 das Zentrale Testamentsregister (ZTR). Dieses Register erfasst die Angaben zu allen Testamenten und erbfolgerelevanten Urkunden, sofern sie beim Gericht oder Notar aufbewahrt werden. Das heißt, dass nicht die tatsächliche Urkunde im Register zu finden ist, wohl aber der verpflichtende Hinweis darauf, dass es ein Testament gibt, wer es verfasst hat und wo es zu finden ist.

Die Verwahrung des Testaments beim Amtsgericht ist Voraussetzung für die Registrierung im ZTR. Aktuell liegen die Gebühren für eine Verwahrung bei Gericht bei 75 Euro, die Registrierung im ZTR kostet zusätzlich 15-18 Euro. Im Todesfall wird das Zentrale Testamentsregister durch das zuständige Standesamt informiert.

Hier gibt es dann schnell die Auskunft darüber, ob erbfolgerelevante Urkunden registriert sind und wo diese verwahrt werden. Das Testament gelangt automatisch über das Amtsgericht zum Nachlassgericht, das wiederum die Hinterbliebenen informiert.

19.05.2017

Wenn da plötzlich diese riesige Wand vor uns steht

Bild: Von Dietmar Rabich - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51050967

Wie viel Zeit unseres Lebens verschwenden wir damit, gegen Wände zu laufen? Wenn etwas schiefgeht oder nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben, worauf konzentrieren wir uns dann? Auf das Loslassen und Weitermachen – nun aber auf anderen Wegen? Oder nicht doch vielmehr auf den Schmerz über das Scheitern und den verzweifelten Wunsch nach einer göttlichen Fügung?

Ob es sich um ein verpatztes Bewerbungsgespräch handelt, eine zerbrochene Beziehung oder gar den Verlust eines geliebten Menschen – es dauert meist eine ganze Weile, bis wir die Situation akzeptieren und den Blick wieder öffnen können. Da ist plötzlich diese riesige Mauer vor uns und wir müssen irgendwie hindurch. Also rennen wir dagegen an, wieder und wieder. Aber warum wollen wir überhaupt hindurch? Ist es denn nicht besser, einen Schritt zurückzutreten und einen Weg zu suchen, der an ihr vorbeiführt?

Wir tun weder uns noch anderen einen Gefallen damit, wenn wir der Wut oder dem Schmerz zu viel Raum zugestehen. Wenn wir zulassen, dass sie unser Handeln bestimmen. In den meisten Fällen machen wir es dadurch sogar noch viel schlimmer, steigern uns womöglich mehr und mehr hinein, bis uns die Ereignisse irgendwann vollkommen lähmen. Sicher, es ist schwer, manchmal sogar unmöglich, seine Gefühlswelt zu kontrollieren. Doch wir können es zumindest versuchen, können die Situation zu akzeptieren lernen. Manchmal muss man erst loslassen, um wieder klar sehen zu können. Das braucht Zeit. Doch diese Zeit können wir uns nehmen.

Wenn wir die Dinge selbst nicht ändern können, dann können wir immer noch unseren Umgang mit ihnen verändern. Können uns auf die guten Aspekte konzentrieren, so klein sie auch sein mögen. Aus Fehlern lernen, schöne Erinnerungen bewahren, das wertschätzen, was wir haben. Das hilft vielleicht nur minimal. Aber es ist besser, als gegen Wände zu laufen.

10.04.2017

Früher und heute und überhaupt – alles verändert sich

Foto von Dietmar Rabich, Bauchgedanken: Marius Hanke

"Früher war alles besser" – wie oft haben wir diesen Satz schon gehört oder gar selbst gesagt? Und stimmt er denn? War früher wirklich alles besser? Und ist das überhaupt wichtig?

Die Welt verändert sich und mit ihr die Gesellschaft und auch wir. Sogar unsere Erinnerung ist wandelbar – es sind vorwiegend die guten Erfahrungen, die wirklich hängen bleiben, und manch vergangenes Ereignis bekommt dazu noch diesen nostalgischen Schimmer. In der Gegenwart ist es meist genau umgekehrt: Wir konzentrieren uns auf Negatives, während wir dem Positiven kaum Beachtung schenken. Warum nicht einfach mal andersherum an die Sache herangehen?

Das ist natürlich gar nicht so leicht, wenn der Fortschritt einem kaum Zeit zur Gewöhnung lässt. Die Veränderungen kommen immer schneller. Kaum haben wir uns an den Gedanken gewöhnt, mit dem PC zu schreiben und überall telefonieren zu können, läuft auf einmal schon der Großteil der Kommunikation über digitale Wege und wir fangen sogar an, mit unseren Geräten zu sprechen. Da ist es bloß verständlich, wenn einem dieser Wandel Angst macht – schließlich wissen wir nicht, wohin das alles führt.

Aber ist diese Angst wirklich begründet? Oder ist es vor allem die Furcht vor dem Unbekannten, das wir häufig als Bedrohung ansehen? Dabei können wir es doch genauso gut als Chance begreifen. Das ist allein unsere Entscheidung. Stellen wir uns doch einfach mal vor, wir wären heute noch auf dem Stand des Mittelalters – wäre das wünschenswert?

Wir können das Rad der Zeit nicht anhalten. Wir können uns dagegenstemmen und irgendwann überrollt werden. Oder wir setzen uns wohlwollend mit dem Neuen auseinander und schauen, was sich damit anfangen lässt. Schließlich haben wir die Möglichkeit, unsere zukünftige Welt ein kleines Stück weit mitzugestalten. Und das ist doch schließlich etwas Gutes – oder?

27.02.2017

Stark durch Schwäche – Leben im Bewusstsein der Endlichkeit

Bild: Von Frank Fox - http://www.mikro-foto.de, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20217344

Ist Ihnen das Bärtierchen ein Begriff? Nein? Wahrscheinlich sind Sie ihm bereits begegnet, aber sicher ist es Ihnen nicht weiter aufgefallen. Das Bärtierchen ist nämlich sehr klein – weniger als einen Millimeter groß. Dafür ist es sehr niedlich. Aber eben nur, wenn man es auch sieht.

Die eigentliche Besonderheit am Bärtierchen ist aber, dass es als quasi unzerstörbar gilt. Bärtierchen können sich in eine Art Starre (genannt Kryptobiose) versetzen und in diesem Zustand jahrelang verharren, bis sie schließlich wieder zum Leben erwachen. Sie sind absolut widerstandsfähig und brauchen sich um kaum etwas Sorgen zu machen – ganz im Gegensatz zu uns.

Wir Menschen sind geprägt von der Vorstellung, dass es eines Tages vorbei sein könnte. Und nicht nur eines Tages, sondern vielleicht sogar jeden Moment. "Lebe jeden Tag, als könnte er dein letzter sein" – so lautet ein viel zitiertes Motto. Und das ist es letztendlich, was uns ausmacht: Wir sind uns unserer Endlichkeit bewusst. Gerade dadurch lernen wir den Moment zu schätzen.

Doch dieses Konstrukt hält immer nur so lange, bis wir einmal direkt mit unserer Endlichkeit konfrontiert werden. Im Angesicht eines Verlustes ist es leicht, den Sinn hinter dem eigenen Sein komplett infrage zu stellen. Der Gedanke hat etwas Verführerisches und zugleich durch und durch Destruktives. Es ist zu leicht, sich der Verzweiflung hinzugeben. Am Ende ist es das Wiederaufstehen, das wirklich Sinn macht.

Es ist schwer, die Momente des Alleinseins zu überstehen, wenn uns gerade ein wichtiger und lieber Mensch genommen wurde. Es ist leicht, die Endlichkeit als große Bürde zu verstehen – aber in Wahrheit ist sie noch immer ein Geschenk. Wie oft haben wir das Gefühl, unsere Zeit nicht ausreichend genutzt zu haben? Den wichtigen Menschen und Dingen nicht hinreichend Aufmerksamkeit geschenkt zu haben? Erst wenn etwas weg ist oder zumindest im Verschwinden begriffen, wird uns wirklich bewusst, wie wertvoll es eigentlich für uns ist. Und ist es nicht genauso mit dem Leben? Wenn wir nicht wüssten, dass es eines Tages endet – was würden wir denn noch mit unserer Zeit anstellen?

Wir sind keine Bärtierchen. Wir haben nicht diese unglaublichen körperlichen Fähigkeiten, um jeglichen Widerständen zu trotzen. Aber wir haben unser Denken, unser Bewusstsein, unser Leben im Augenblick. Und das sollte doch allemal Grund genug sein, um immer wieder aufzustehen und die uns gegebene Zeit zu nutzen und zu genießen. Das Leben zu spüren – im Guten wie im Schlechten.

10.10.2016

Wenn Erbe Erben sucht

Bild: Von Berthold Werner – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid-21720656

3.1 Billionen Euro sind Schätzungen zufolge bis 2024 in Deutschland zu vererben. Doch nicht immer ist ein Erbe zu finden..... so ein Artikel der WR am Samstag, dem 20.September 2016.

Das ist einmal eine interessante Perspektive des Themas "Erben", wird doch oft nur davongesprochen. dass kein Erbe, nicht aber keine Erben vorhanden sind.

Was unternimmt also der Staat oder das Land, um rechtsstaatlich zu bleiben, wenn offensichtlich keine Angehörigen oder bestellte Erben vorhanden sind? Nachlasspfleger werden von den Gerichten dazu bestellt. herrenloses Vermögen an die richtigen Adressaten zu überführen. Der Nachlasspfleger übernimmt anstelle der Erben die Kontrolle und Sicherung des Erbes und die daraus resultierenden Pflichten. Die Aufgabenbereiche der Pfleger sind vielfältig und reichen von der Organisation der Beerdigung über die Haushaltsauflösung bis hin zur Rechnungslegung gegenüber dem Nachlassgericht Die Tätigkeit endet immer mit der vollständigen Abwicklung des Nachlasses oder mit dem Auffinden von tatsächlichen Erben.

In besonders kniffligen Fällen können die Nachlasspfleger ihre Fälle an Erbenermittler weitergeben. Diese beschäftigen sich in Deutschland seit mehr als200 Jahren und seit 2010 in einem Verband organisiert mit der Suche nach Erben und mit der lückenlosen urkundlichen Dokumentation der Verwandtschaftsverhältnisse. Manche Fälle sind so verzwickt, dass einen der sportliche Ehrgeiz packt, herauszufinden, wo die Gesuchten Spuren hinterlassen haben....."Es ist eine mühevolle Kleinarbeit!", so ein Erbenermittler aus Münster.

Werden die Nachlasspfleger oder Ermittler nicht fündig, geht nach einer Karenzzeit von 30 Jahren das Erbe an das Land.

Was wird in Deutschland vererbt?
In 2015 hinterließen die Verstorbenen in 72 % der Erbschaftsfälle Kapital. Vererbt werden in Deutschland vor allem Immobilien und Grundstücke, gefolgt von Möbeln und Schmuck. Der Anteil von zu erbenden Schulden liegt bei nur ca. 4 %.

Weitere Informationen gibt es unter: www.vdee-ev.de – Verband Deutscher Erbenermittler

Quelle: WR Nr. 212 / RRG JJ

02.09.2016

Friedhof heute – Realität oder Vision?

Foto: Zwierys at the lituanian language Wikipedia IGFDL

Initiativen gibt es viele. Für alle nur denkbaren Themen: Verbraucherinitiativen, Betroffeneninitiativen. Studenteninitiativen. Meistens sind es betroffene Gruppen und Interessengemeinschaften, die diese ins Leben rufen und mehr oder weniger aktiv betreiben.

Friedhof Heute ist ebenso eine Initiative, aber eine besondere. Denn sie spricht nicht nur eine gewisse Gruppe Gleichgesinnter an. sondern uns alle. Das Leben und die Vergänglichkeit und somit der Tod machen uns quasi alle zu aktiven Mitgliedern.

Der Friedhof ist aus unserem Leben nicht wegzudenken. jedes Kind kennt ihn. Er gehört zu unserem selbstverständlichen Stadtbild wie eine Kirche, ein Rathaus oder eine Schule. Fast jeder von uns hat ihn schon einmal besucht. Seit Jahrhunderten zeugt unsere Kultur davon. dass die Toten einen ehrenvollen und beständigen Platz in unserer lebendigen Mitte einnehmen. Gestern, heute und sicher auch noch morgen.

Der Friedhof erzählt täglich Geschichten kultureller Art - wie wurde vor 100 Jahren bestattet, welche Ehrenbürger gab es in der Stadt, wie pompös waren Grabsteine früher und welche Bestattungsart und Grabgestaltung ist heute zeitgemäß? Der Friedhof erzählt persönliche Geschichten von trauernden. Von hoffnungslosen und hoffnungsvollen Menschen, von täglichen und gelegentlichen Besuchern. von Ruhesuchenden und von Aktiven, die durch die grüne Oase joggen. Bestatter. Pfarrer. Verwaltungsangestellte, Steinmetze. Floristen und Friedhofsgärtner finden hier ihre berufliche Perspektive - das alltägliche Leben findet auch auf dem Friedhof statt. Viele interessante, praktische, alltägliche und skurrile Dinge rund um das Thema Friedhof erfahren Sie unter: www.friedhof-heute.de

Friedhof Heute - Gehört zum Leben!

13.07.2016

Niemandem zur Last fallen – oder: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

Vielleicht kennen auch Sie ihn. Diesen wundervollen, wenn auch manchmal etwas harschen Großvater, der immer so unerschütterlich im Sturm der Ereignisse stand. Als dann schließlich doch die Zeit ihre unnachgiebigen Spuren zu hinterlassen begann, da überdeckte er jedes Abbröckeln des Putzes mit einem mitreißenden Lächeln – und konnte er dieses einmal nicht halten, so wurde er für eine Weile unsichtbar.

Jede Hilfe war überflüssig, es würde schon gehen und er wolle ja sowieso niemandem zur Last fallen. Auch später nicht. Deshalb war hier der Wunsch nach einer anonymen Bestattung. Einfach einen sauberen Schlussstrich ziehen, ohne dass sich die Kinder und Enkel um viel kümmern müssen. Alles andere kostet ja sowieso nur unnütz Geld und wer hat denn schon etwas davon?

Niemandem zur Last fallen – ein gut gemeinter und doch schrecklicher Gedanke.

Da ist die Tochter, die helfen will – etwas zurückgeben –, und sie darf nicht. Da ist dieses versteinerte Lächeln, das Mut machen will, aber das gleichzeitig eine liebevolle Umarmung unmöglich macht. Und da ist diese einsame Rasenfläche, zu weit, um an einer Stelle davor stehen zu bleiben und an alte Zeiten zu denken. Irgendwo hier ist die Erinnerung vergraben – aber wo?

Entscheidungen mit dem Kopf zu treffen, mag im ersten Moment richtig erscheinen – doch oft ist es das Herz, welches die Konsequenzen zu tragen hat. Wenn sich etwas im Nachhinein nicht richtig anfühlt, so verursacht das Schmerzen. Dauerhaft. Und so manch einer würde womöglich den komplizierten Weg nehmen wollen, damit es das Herz einfacher hat. Vielleicht auch gerade jener Mensch. der hinter unsere Maske blickt. Für den es eine Last ist, nichts tun zu können.

Deswegen ist es so wichtig, dass wir miteinander reden – und dann erst Entscheidungen helfen.

19.04.2016

Leichenschau in Deutschland – ein interessanter Fall.

Westfälische Rundschau, Samstag, 06.Februar 2016: "Leichenschau bereitet große Probleme. Pfusch bei der Begutachtung von Toten kommt häufig vor. Kripo-Beamte fordern einen Profi Leichenbeschauer. Gerichtsmediziner für bessere Ausbildung."

So der Titel des großen Berichts "Thema des Tages" der Tageszeitung WR.

In Brandenburg hatte eine Notärztin den Leichnam eines 51 Jährigen untersucht und eine natürliche Todesursache bescheinigt. Übersehen hatte die Ärztin drei Stichwunden. Vermutlich waren sie dem Bestatter bei der hygienischen Versorgung des Verstorbenen aufgefallen.

Eine unangenehme Überraschung, die den Bestatter erstaunte und die Hinterbliebenen - so sie denn ahnungslos waren - sicher schockierte. Die Beisetzung erfolgte nicht wie geplant, die Kripo musste eingeschaltet werden, der Leichnam wurde beschlagnahmt, die Trauernden mussten schlicht warten - oder bangen.

von H.p.frei (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (httpcreativecommons.orglicensesby-sa4.0)], via Wikimedia Commons-Piktogramm_Arzt.svg

Das deutsche Bestattungsgesetz schreibt Hausärzten, Ärzten in Kliniken und eingeschränkt auch Notärzten eine genaue Vorgehensweise der Leichenschau vor. So ist die Leichenschau zum einen unverzüglich festzustellen und zum anderen muss der Verstorbene dabei entkleidet sein. Nur so ist eine umfassende Beschauung überhaupt machbar. Die Kürze der Zeit und in vielen Fällen auch ein Schamgefühl hindern Ärzte in der Realität aber oft genau daran – eine Leichenbeschauung findet oberflächlich statt, evtl. unnatürliche Todesursachen werden übersehen.

Die Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin (DGRM) schätzt die Fehlerquote bei der Leichenschau auf über 40 % und fordert eine besondere Qualifizierung und die kontinuierliche Weiterbildung der Ärzte. Denn die Todesbescheinigung dient nicht nur der Feststellung des Todes, sie darf auch für die Todesursachenstatistik, für Zwecke eines epidemiologischen Krebsregisters sowie für die Durchführung von wissenschaftlich- medizinischen Forschungsvorhaben von öffentlichen Einrichtungen mit der Aufgabe unabhängiger wissenschaftlicher Forschung verwendet werden. Sie ist also von öffentlichem Interesse.

Vielleicht erschließt sich hier aus der Debatte ja ein ganz neues Berufsbild für Ärzte und Pathologen - professioneller Leichenbeschauer.

Quellen: WR Tagesthema 06.02.2016, deutsches Bestattungsgesetz §22 f.

01.03.2016

DESIGN – bis zum Schluss

Eine Urne ist lange nicht mehr nur eine Urne. Es gibt sie in vielfältigen Materialien, in allen denkbaren Farben, mit und ohne klassische Ewigkeits-Motive und auch mit dem "Goldrand". Die HSV-URNE und die COLANI-URNE sind prominente Vertreter der Urnenkollektionen der letzten Jahre. Manch eine Urne steht sogar als Ausstellungsstück in einem Museum. Die Anzahl der Kremierung pro Jahr und somit die Bestattung in einer Urne, hat die klassische Erdbestattung nicht nur in urbanen Regionen fast überholt, sie ist einfach eine moderne Bestattungsart, die viele Möglichkeiten offen hält.

Bild: Wikimedia - Takeaway - CC by SA 4.0

"Brauchbares Alltagsdesign entwickeln" ist eines der Zauberwörter der Industriedesigner. Einem notwendigen Gebrauchsgegenstand mit geringer Attraktivität – wer schmückt sich schon gerne mit einer Urne – ein zeitgemäßes, innovatives und trotzdem passendes Outfit zu verpassen, ist eine spannende Aufgabe.

Für das jüngste Beispiel einer sehr individuellen Urne, hat die klassische gusseiserne, achteckige MOKKA-KANNE von Alfonso Bialetti (*1888 - † 1970) Pate gestanden. Sein Sohn Renato Bialetti, Chef des italienischen Kaffeemaschinenimperiums, verstarb Mitte Februar diesen Jahres. Seine Asche wurde in einer Urne beigesetzt, die in Form und Farbe genau dieser berühmten Kaffeekanne entspricht. DESIGN gibt es eben doch für jeden Anlass.

05.02.2016

Organspende

Der Hirntod ist aus medizinischer und rechtlicher Sicht dem Tod des Menschen gleichgesetzt. Also sind wir tot, wenn es unser Gehirn ist. Oder doch erst, wenn unser Herz nicht mehr schlägt?

Organspende ist spätestens seit 1968 ein immer aktuelles Thema. Damals definierten Wissenschaftler den bislang gültigen Zeitpunkt des anerkannten Todes neu. Seither wird der Tod auch dadurch definiert, dass eines unserer Zentralorgane außer Funktion ist – unser Gehirn. Der Hirntod ist gleichgesetzt mit den bislang geltenden Todesanzeichen wie Herzstillstand und Organversagen. Seit 1997 ist diese Definition auch per Transplantationsgesetz juristisch festgelegt.

Wie funktioniert eigentlich die Feststellung des Hirntodes?

Der Hirntod tritt ein, wenn die Gesamtfunktion des Gehirns – Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm – unwiederbringlich erloschen ist. Dies wird mit Hilfe unterschiedlicher Methoden ermittelt. Ein EEG zeichnet die Hirntätigkeit auf, Bewusstlosigkeit, Atemstillstand und fehlende Reflexe sowie Lichtstarre und Reaktionslosigkeit bei Schmerzfunktionstests geben Aufschluss über den Zustand des Patienten. Alle Tests müssen bei Erwachsenen nach mindestens 12 Stunden von einem anderen Arzt wiederholt werden. Erst im Falle einer absoluten Übereinstimmung und Feststellung des Hirntodes gemäß den Regeln zur Feststellung des Todes" wird der Hirntod und somit die Voraussetzung für eine Organspende erklärt.

Bild: Wikimedia - Rostocker - CC by 3.0

Wie wird man Organspender?

Jeder, der sich mit diesem Thema beschäftigt, hat die Möglichkeit, sich formlos einen Organspende Ausweis auszustellen, z.B. ist dies unter www.organspende-info.de möglich. Der Ausweis muss nicht rechtlich oder medizinisch bestätigt werden und wird auch nicht registriert. Somit hat es jeder Mensch zu Lebzeiten selbst in der Hand, bewusst Spender zu sein. Wird der Ausweis vernichtet, erlischt auch die Wirksamkeit. Gibt es diesen Ausweis nicht, werden im Fall eines Hirntodes die nächsten Angehörigen zu diesem Thema befragt. Eine schwere und schnell zu treffende Entscheidung für die Hinterbliebenen.

Organspende ist zwischen den Naturwissenschaftlern und den Ethik-Kommissionen ein schwer umstrittenes Thema. Pro und Contra sind nicht eindeutig und verlässlich. Gerade deswegen sollte sich jeder ein persönliches Bild davon machen, mit seinen Angehörigen diskutieren und selbst entscheiden.

Informationen zu dem Thema finden Sie unter:

www.bmg.de
www.bundesaerztekammer.de
www.organspende-info.de

15.01.2016

"Das Leben ist schön! Auch wenn es vergeht."

So ein neuer Songtitel der Sängerin Sarah Connor. Jüngst gesungen in memoriam für die Menschen, die in 2015 verstorben sind. Vor allem für die bekannten Menschen des öffentlichen Lebens, wie Helmut Schmidt, Hellmuth Karasek, Elisabeth Wiedemann, Henning Mankell, Omar Sharif und viele mehr.

All diese prominenten Menschen sind ihren letzten Weg gegangen. Sind versorgt und verabschiedet worden. Bestatter haben auch hier, wie in so vielen nicht prominenten Fällen, ihren Dienst getan. Sicher sehr genau, sehr bemüht und mit großer Empathie. Manchmal auch mit vorgegebenem Drehbuch. Denn Bestatter sind so, zumindest die guten. Bestatter wissen, was der letzte Weg für den Verstorbenen und vor allem für die Hinterbliebenen bedeutet.

Erinnerung!

Erinnerung für die Zukunft. Für die, die noch ein Stück weitergehen, manchmal ohne Begleitung.

Denn besonders für diese Menschen ist der Satz "Das Leben ist schön!" eine wirklich wichtige Botschaft!

Wir wünschen einen guten Auftakt ins Jahr 2016.

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Philosophie des Hauses

So denken wir, so handeln wir

Ehrliches Bewusstsein für die Dinge zwischen Himmel und Erde, Trends & Regeln der Jetztzeit.
Wir, das Team und die Geschäftsleitung von Stolte Bestattungen, geführt von R. Stolte, handeln nach dem Prinzip:

Wir helfen und beraten im Todesfall oder in der Vorsorge. Wir sind für Sie da, und zwar immer dann, wenn Sie uns brauchen. Wir verstehen unsere Arbeit als eine moderne Dienstleistung, die den Trends und Konventionen unserer Tage entsprechen sollte ‒ und nicht den Gepflogenheiten einer längst überholten Vergangenheit!

Tradition und Fortschritt verbinden

Unser Anliegen ist es, den Ablauf der Trauerfeier entsprechend den Wünschen der Hinterbliebenen bzw. im Sinne des Verstorbenen zu gestalten und sie von allen denkbaren anfallenden Aufgaben so weit wie möglich zu entlasten: Wir beraten und begleiten, sind einfühlsam und zuverlässig für die Trauernden da ‒ und das schon seit vielen Jahren.

Wir stellen uns den Herausforderungen, Perspektiven und den Trends unserer Tage. Dementsprechend offen und zielgruppenorientiert gehen wir auf die Bedürfnisse unserer Klienten ein. Wir nehmen die Trauer in all ihren Facetten selbstverständlich ernst, nähern uns dem Unabwendbaren dabei aber mit Klarheit, Ehrlichkeit und Offenheit. Ein modernes Bewusstsein sowie Bodenständigkeit zeichnen uns aus.

Schoen-E-Berg

Totenmasken und Fingerprints